Vital Remains "Icons Of Evil"
 
Tracklist:
01. Where Is Your God Now
02. Icons Of Evil
03. Scorned
04. Born To Rape The World
05. Reborn... The Upheavel Of Nihility
06. Hammer Down The Nails
07. Shrapnel Embedded Flesh
08. 'Till Death
09. In Infamy
10. Disciples Of Hell

Release: 2007
Genre: Death Metal
URL: www.vitalremains.com
Label: www.centurymedia.com


Achtung, jetzt wird es wieder Böse! Kindergartensatanist Glen Benton war es mal wieder langweilig und er dachte sich, treibe ich es mal wieder mit anderen Leuten als mit den Jungs bei Deicide. Also beschloss der kleine Glen, sich mal wieder mit seinen zwei Kumpels Dave Suzuki und Tony Lazaro zu treffen und mal etwas anderes zu machen. Wobei der gute Glen es wohl nicht ganz gerafft hat, das Vital Remains nicht Deicide sind, deshalb hat er mal wieder seinen ganzen Hass dem Christentum gewidmet. Also wo der kleine Glen seine Finger im Spiel hat, wird es immer ziemlich böse und teuflisch. Schon bei dem Intro aus Mel Gibsons Streifen "Die Passion Christi" und dem Opener "Icons Of Evil" beschlich mich das seltsame Gefühl, gerade ein Déjà-vu erlebt zu haben. Einen ziemlich ähnlichen Albumstart hatte man doch schon vor einigen Jahren auf ihrer "Dechristianize" Scheibe zu hören bekommen. Da mir die "Dechristianize" Scheibe sehr gut in Erinnerung geblieben ist, war ich anfangs guter Dinge und dachte das "Icons Of Evil" es vielleicht schaffen könnte, seinen Vorgänger zu überbieten. Aber spätestens nachdem die 7:33 Minuten des ersten Songs verstrichen waren, wurde mir bewusst, dass ich mich getäuscht hatte. Danach lässt der Blastbeat Anteil leider ziemlich nach und der Sologitarrenmelodien Anteil nimmt drastisch zu. Natürlich blasten Vital Remains noch wie die Hölle, nur leider nicht mehr so oft wie damals. Im ganzen kann man sagen, das hier um einiges weniger geprügelt wird und der Melodienanteil nochmals deutlich gesteigert wurde. Ich musste manchmal wirklich überprüfen, ob sich wirklich gerade eine VR Scheibe in meinem CD Spieler dreht, oder ob ich sie versehentlich mit einer Joe Satriani Platte verwechselt habe. Im Ernst, der Sologitarren-Gewichse Anteil ist meiner Meinung nach total übertrieben. Ich mein bei "Dechristianize" war natürlich auch viel Melodie vorhanden, jedoch noch im erträglichen Maße. Ich für meinen Teil wäre in Zukunft wieder für mehr Knüppel Death Metal Anteile, statt soviel Gitarristenübungsmusik. Naja trotz allem ist die Truppe nicht total zu der Pussyfraktion übergelaufen und sie beweisen mit Songs wie "Icons Of Evil" oder "Hammer Down The Nails", dass sie immer noch wissen wie man richtig die Prügel Death Metal Keule schwingt. Ich gebe es nicht gerne zu, aber ich bin wirklich froh, dass Glen Benton ein zweites Mal dabei ist, denn seine Vocals sind mal wieder spitze. Der Typ stellt zwar einen der größten Idioten der Metalszene da, aber sein Organ klingt wie der Gehörnte persönlich. Icons Of Evil schafft es nicht, den grandiosen Vorgänger zu übertreffen, was aber hinsichtlich der Qualität dieser Scheibe wirklich keine leichte Aufgabe darstellt. Aber auch gegen die geile Scheibe "The Stench Of Redemption" von Glen's Göttermördertruppe Deicide hat "Icons Of Evil" keine große Chance. Das ganze hier kann man schon als "Dechristianize" Nummer 2 ansehen, nur eben ne ganze Ecke schlechter. Was sich hier aber ziemlich verbessert hat, ist die Produktion, welche vom Hate Eternal Boss Erik Rutan kommt. Aber das wäre auch der einzige Grund, der dieses Album besser macht. Vielleicht kann mir auch mal jemand verraten, warum eine böse Death Metal Band wie Vital Remains, ein Yngwie Malmsteen Cover mit auf das Album packt? Soll das noch mehr verdeutlichen, das hier auch Musik für Leute dabei ist, die nicht auf Death Metal stehen, sondern lieber Gitarristenmusik hören? Diese Frage könnt ihr euch selbst beantworten, aber ich für meinen Teil bin bis auf ein paar Songs von diesem Album ziemlich enttäuscht worden und die verdammt lange Spielzeit von über 67 Minuten tröstet nicht darüber hinweg, dass "Icons Of Evil" nicht mehr als Durchschnittsware ist und es nicht im Ansatz schafft den Vorgänger zu übertreffen. Ach ja, hat man nicht im Vorfeld gehört, das dieses Album die "Reign In Blood" Scheibe der Band darstellt? Haha selten so gelacht, aber wenigstens ist bei der Truppe noch der Humor vorhanden. Also tut euch selbst den gefallen und kauft wenn ihr guten blasphemischen Death Metal wollt lieber die letzte Deicide oder die Vorgängerscheibe von Vital Remains.
 
 
Bewertung: 70 % | von Gore | Datum: 13.08.07 | Zeit: 04:15 schließen