| Visceral Bleeding "Absorbing The Disarray" |
| Tracklist: 01. Bi-Polar 02. Disgust The Vile 03. Despise Defined 04. Perpetual Torment Commence 05. Emulated Sense: Failure 06. Rip The Flesh 07. Absorbing The Disarray 08. Awakened By Blood 09. Beyond The Realms Of Reason 10. Bring Forth The Bedlam 11. Demise Of The One That Conquered Release: 2007 Genre: Technical Brutal Death Metal URL: www.visceralbleeding.com Label: www.neurotic-records.com |
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| Ja ich muss es leider zugeben, irgendwie habe ich die Schweden von Visceral Bleeding verschlafen. Zu meinem Bedauern habe ich sie damals doch nur als nebensächliche Zweitband von Ex-Spawn Of Possession Drummer Dennis Röndum wahrgenommen. Schande über mich. Jedenfalls war es keine Fehlentscheidung sich mit dieser Band ein wenig mehr auseinanderzusetzen, denn wurde doch auf den Alben "Remnants Of Deprivation" und "Transcend Into Ferocity" schön hektischer, teils ziemlich technischer Death Metal zelebriert. Das sieht auf der neusten Veröffentlichung auch nicht anders aus, nur dass der neue Sänger anders als gewohnt und für viele wohl ziemlich gewöhnungsbedürftig klingt. Der Neuzugang Martin Pedersen wird wohl einigen DM Verfechtern ein ziemlicher Dorn im Auge sein, denn sein Gesangsstil ist wohl eher im Hardcore Bereich verwurzelt, als im Death Metal. Mir waren ebenfalls die Vocals des Vorgängers lieber, aber Martin macht seinen Job eigentlich auch ganz gut und brüllt sich die Seele aus dem Leib. Auch das für Visceral Bleeding berüchtigte schnelle Gesangstempo wurde beibehalten. Das ist wohl so ähnlich wie damals bei Cryptopsy als Lord Worm die Band verlassen hat und durch Mike Di Salvo ersetzt wurde. Naja schade um Dennis aber was soll's, die Musik bleibt trotzdem spitze. Zurück zum "Absorbing The Disarray" Album: die Scheibe klingt wie gewohnt verdammt schnell, technisch, zudem noch hektisch und das alles noch schön verpackt in der wohl besten Soundproduktion der Bandgeschichte. Atempausen werden dem Hörer nicht oft gegeben, aber durch die Riffvielfalt wird es auch nicht monoton .Bei mir kommt dieser Wahnsinn jedenfalls gut an. Aber doch gibt es ab und an mal sogar ein paar kleine Gitarrensolos mit einigen langsameren Parts zu hören. Gut ich gebe zu, das die Songs nicht gerade eingängig sind und auch keine Ohrwurm Garantie besteht, aber ich bitte euch, wenn ihr was zum nachpfeifen braucht, solltet ihr das Genre Death Metal schleunigst aus euren Gedanken verdammen. Schon eine wirklich krasse Leistung der Musiker und das geniale dabei ist die Tatsache das die Band in der Lage ist ihr Material Live perfekt und fehlerfrei umzusetzen. Trotzdem sind technische Fähigkeiten nicht alles, denn das Songwriting ist ebenfalls ein immens wichtiger Faktor, der ein wirklich geiles Album ausmacht. Diesen Punkt erfüllt die Band leider nur bedingt, denn im Gegensatz zu ihren Kollegen von Spawn Of Possession fehlen hier die richtigen Hammersongs. Das soll aber nicht bedeuten das "Absorbing The Disarray" ein schlechtes Album ist. Die Scheibe hat einige wirklich gute Momente und eine schon recht passablen Spielzeit von beinahe 40 Minuten. Definitiv würde ich das Album als gelungen bezeichnen und ich kann es jedem Anhänger von brutalem Technischen Death Metal empfehlen, nur der Überhammer wie die letzte Spawn Of Possession ist das Ganze hier leider nicht. SOP bleiben wohl weiterhin meine Nummer 1 was Technischen DM aus Schweden anbelangt. An die Leser die eine Schweden Deathscheibe im Stil von Dismember oder evtl. Grave erwarten, ihr werdet höchstwahrscheinlich nicht viel mit Visceral Bleeding anfangen können. Nun da aber nicht jede Band aus Schweden nach Schweden Death klingen muss, ist diese Scheibe für Freunde der Band oder von technisch versierten, Death Metal Bands wie Psycroptic oder Spawn Of Possesion eine wirklich lohnenswerte Erweiterung der Plattensammlung. Im Ganzen eine sehr gute Scheibe, die es aber leider nicht schafft, andere Szenegrößen wie z.B. Psycroptic, SOP oder Necrophagist vom Thron zu stoßen. Übrigens als nettes extra gibt es die CD in einem schönen Pappschuber und zusätzlich hat die Band noch zwei Musikvideos zu "Rip The Flesh" und "Disgust The Vile" auf die CD gepackt. Zwar nett gemeint, aber irgendwie kommen die Videos ziemlich einfallslos und schlicht rüber. Trotzdem ist die Qualität der Videos doch schon recht ordentlich. Im Ganzen also kann man nicht viel beim Kauf dieser CD falsch machen. |
| Bewertung: 80 % | von Gore | Datum: 17.07.07 | Zeit: 19:40 | schließen |