Urine Festival "Of A Hermaphroditic Enema & An Urophilic Pissparty Pleasure"
 
Tracklist:
01. Intro: A Desired Surgical Procedure That Interieres With The Change Of Sex by Reconnecting The Urinary System As A Result That The Prostate Releases A Fetid Secretion
02. Urethral Shock
03. Pleurourieczemacariapyocyaneusepitodenal Release with the Loss of External Smegm
04. Libidious Symptoms For Clitoral Pyorrhoea
05. Bacteriuriaherposeborrhoeasialis Suppurate
06. Cloacalexstrophyamyelomenigocele Strepptoagenesis
07. Odourless Purging Of The Urethral Canal And Orifice
08. Coercing of Forcing A Nonconsenting Person To Engage In Urethral Klysmaphilia While Observing And Touching Their Body
09. Adenocarcinomasiureteroileac Cecalenterocystoplasm
10. Pseudo Gonorrhoeaheic Facials
... komplette Tracklist

Release: 2006
Genre: Goregrind
URL: keine Seite bekannt
Label: www.myspace.com/klysmarecords


Nach ihrer Split mit "Anal Whore" und "Tumour" erscheint nun die erste Full Length der Toilettengrinder namens "Urine Festival". Was dem Hörer geboten wird sind 66 Tracks ultraschneller Gurgelnoise ohne pardon. Die Songlänge rangiert im Durchschnitt von vier Sekunden bis zu einer Minute. Ausnahme hierbei bildet das letzte Lied "Osmotic Diarrhoea", welches eine Laufzeit von 30 Minuten aufweist. Allerdings bildet dies ein mit viel zu langen Dialogfetzten und billigem, ultralangem Aufbau ein Füllwerk, mit dem man wohl die Laufzeit des Albums künstlich strecken wollte (das gute Stück läuft immerhin über eine Stunde, eine echte Seltenheit im Grindsektor). Dier erste halbe Stunde ist allerdings sehr hörenswert. Der Drumcomputer, der auf Hyperblast gestellt wurde, ist zwar keine musikalische Meisterleistung, da die gleichen Töne meist nur schnell und im gleichen Rhytmus erzeugt werden, bildet aber durch seine Gnadenlosigkeit eine gute Untermalung. Der "Gesang" ist ein guter Beweis dafür, wie weit die menschliche Stimme mittels diverser Shifter verzerrt werden kann, denn wenn man es genau nimmt, klingt sie wie eine Toilettenspülung (sehr unterhaltsam). Eine andere Eigenart von Urine Festival ist, das keine Gitarren verwendet wurden, sondern nur ein künstlich erzeugter (selbstverständlich sehr tiefer) Ton die Melodie bestimmt. Im Klartext heißt dies, das es gar keine Melodie gibt, nur Spülgeräusche und unaufhörliche Drumsounds. Wer diesem Klangbild etwas abegewinnen kann, sollte sich schonmal auf eine einstündige Fahrt durch die Tiefen dieses auf CD gepressten Pissoirs gefasst machen, alle Noisefreunde sollten sich das Teil sowieso zu Gemüte führen. Intros gibt es glücklicherweise wenige, die, wenn sie auftauchen auch nur ein paar Sekunden andauern und nicht, wie bei so manch anderer Grindband, über die Hälfte des Songs ausmachen. Also insgesamt eine klare Empfehlung an Noisefanatiker, Klofetischisten und alle, die einfach auf der Suche nach neuem, sicken Sound sind. Ich für meinen Teil werde mich jetzt wieder schön auf Toilette setzten und meine Verstopfung mit dieser Scheibe einfach rausspülen lassen. Guten Appetit!
 
 
Bewertung: 76 % | von bodycounter | Datum: 10.04.07 | Zeit: 16:30 schließen