| Trauma "Neurotic Mass" |
| Tracklist: 01. Intro Monument 02. Greed 03. Altar Of Vanity 04. The Eternal Quest 05. Unexpected Lie 06. Neurotic Mass 07. Immolated 08. Edge Of Vegetation 09. Dead Macrocosm Release: 2007 Genre: Death Metal URL: http://trauma.art.pl Label: www.empire-records.com.pl |
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| Alle paar Jahre kommt eine weitere Perle der polnischen Death Metal Szene daher, welche niemals den Vergleich zu den Großen wie Vader, Behemoth oder auch Decapitated scheuen braucht. Diese Truppe hier hört auf den Namen Trauma und mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks bringen sie immer wieder genialen, professionell gespielten Death Metal unter die Leute. Persönlich würde ich Trauma sogar als Polens qualitative Nummer Eins bezeichnen. So neu im Geschäft und völlig unbekannt sind Trauma nun ebenfalls nicht mehr, deshalb hoffe ich das sie endlich mal den richtig großen Sprung auf den internationalen Metalmarkt schaffen werden und ihren Geheimtipp Status ablegen können. Viele Ihrer Alben wie beispielsweise "Imperfect Like A God" gehören definitiv zu dem Besten, was man im europäischen Death Metal Sektor finden kann, deshalb wäre es wirklich eine Schande, wenn solch eine Truppe es nicht schaffen sollte, sich in größeren Hörerkreisen zu etablieren. Aber da Trauma kein Corpsepaint tragen oder sich mal nebenbei von Major Labels durchficken lassen, wird es für die Band wohl weiterhin ohne Chartplatzierungen weitergehen müssen. Jedenfalls waren mir Trauma noch mit ihrem letzten klasse Album "DetermiNation" (was von vielen leider wegen der Produktion verteufelt wurde) gut in Erinnerung geblieben. Dementsprechend ist die Messlatte auch sehr hoch angesetzt worden. Aber Trauma gehören nicht umsonst zu den besten Bands Europas, von daher ist auf "Neurotic Mass" eine weitere qualitative Steigerung zu vernehmen, wobei die Steigerung definitiv nicht nur das technische Niveau betrifft. Auch das Songmaterial hier ist ganz großes Tennis. Fangen wir aber erst mal langsam an und überstürzen nichts. Als ich das Album zum ersten Mal abgespielt habe, war meine Begeisterung gleich hinüber, denn als erstes kommt das klassische Opern Intro "Monument". Dieses glücklicherweise recht kurze Intro wirkt wie eine typische Dimmu Borgir oder Cradle Of Filth-Möchtegern-Klassik-Balladen-Einführung. Höchstwahrscheinlich wurde es aus irgendeinem Fantasy-pseudo-Herr der Ringe Filmchen gestohlen. Danach geht es aber wie gewohnt "straight in your face" nach vorne. Es folgt ein echtes Blastbeatinferno, gepaart mit sägenden Gitarrenriffs und einem interessanten sowie vielseitigen Grunz -und Schreigesang. Wer jetzt bei dem Wort Blastbeat an monotones Dauergeballer ohne Würze und Verstand denkt, liegt komplett daneben. Trauma schaffen es wohl für jeden Death Metal Anhänger das richtige Gericht zu zaubern. Selten zuvor habe ich solch eine abwechslungsreiche Band im Todesbleisektor gefunden, welche zeitgleich aber nie verweichlicht herüberkommt. Geile brutale Blastbeats, schöne Midtempo-parts, Headbanger-Riffs, Breakdowns bis hin zu verdammt geilen Melodien; alles ist vorhanden. In dieser Hinsicht sind sie meiner Meinung nach auch ihren anderen Landesvertretern haushoch überlegen. Ein weiterer Punkt der für den hohen qualitativen Level spricht. Besonders hinsichtlich der letzten Decapitated Scheibe welche eher nach Meshuggah auf Death Metal klang als alles andere, wirkt dieses Album wie die Rettung auf einem sinkenden Schiff. Bei dem Song "Immolated" wagt sich die Band sogar an Keyboards heran, jedoch kann ich die Brutalofraktion beruhigen, denn der Einsatz hält sich stark in Grenzen und sie werden sehr dezent eingesetzt. Auch wenn ich nicht gerade der Freund von Keyboard verseuchtem Metal bin, muss ich zugeben das Trauma diese sehr geschickt in die Musik einfließen lassen. Mit "Neurotic Mass" hat die Band wohl ihr Nonplusultra erschaffen. Sogar ihr geniales "Imperfect Like A God" Album muss hier wohl den Hut ziehen. Also liebe Death Metal Gemeinschaft, hier habt ihr 45 Minuten erstklassigen Death Metal der alle Freunde von Behemoth, Vader und Decapitated ansprechen sollte. Zusätzlich gibt es eine megafette Produktion und hammergutes Songmaterial welches vor Abwechslung kaum zu übertreffen ist. Es gibt keine Ausreden mehr, diese Scheibe ist verdammt noch mal Pflicht! |
| Bewertung: 93 % | von Gore | Datum: 28.07.08 | Zeit: 00:55 | schließen |