| The Ordher "Weaponize" |
| Tracklist: 01. Weaponize 02. You've Become My Enemy 03. The Poison 04. Rise 05. Won't Stand Behind The Line 06. These Hatred Deeds... 07. Father 08. Shot 09. Through the Walls 10. When The Storm Arrives 11. Blessed Be All Wars Release: 2007 Genre: Death Metal URL: www.theordher.com Label: www.uniqueleader.com |
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| Wenn sich zwei Knüppel Könige aus Brasilien zusammen tun, lässt sich schon leicht erahnen, dass sich die zwei nicht auf Weichspüler Emo-Rock spezialisieren. Aus den Trümmern der genialen jedoch zugleich leider sehr unterbewerteten Death Metal Bands Rebaelliun und Nephasth ist eine ernstzunehmende Bedrohung für die friedliebende Weltbevölkerung entstanden. Auf "Weaponize" herrscht wirklich der sprichwörtliche Krieg. Denn bei The Ordher knüpft die Truppe nahtlos an den gewohnten Krisiun orientierten Knüppelblastbeatkurs an, den man in den Vorgängertruppen geebnet hat. Selbst lyrisch sowie covertechnisch dreht sich hier alles um Waffen und den besten Freund des Menschen, den Krieg. Musikalisch gesehen kommt hier aber neben einem typisch brasilianischen Krisiun Einfluss ebenfalls ein großer Moribid Angel Touch zur Geltung, welcher sich besonders in den etwas langsameren Passagen zeigt. Ja ihr habt euch nicht verlesen, im Gegensatz zu den vorherigen Bands gibt es bei The Ordher sogar langsame Stellen und es wird hier allgemein mehr Wert auf abwechslungsreichere Songstrukturen gelegt. So findet man auf "Weaponize" sogar den ein oder anderen schleppenden Song wie beispielsweise "Father". Die Truppe schreckt hier selbst vor melodischen Gitarrensolos nicht zurück, also beschränkt sich dieses Album grundsätzlich nicht nur auf die Brutalo Death Metal Fraktion. Rein gitarrentechnisch kommen hier und da sogar recht thrashige Riffs zur Geltung, aber es handelt sich definitiv noch um heftigen Todesstahl. Wenn die Jungs hier aber mal richtig loslegen, dann sehen selbst Krisiun aus wie lahme Opas die vergebens versuchen, mit einem Rollator gegen einen Ferrari ein Rennen zu gewinnen. Besonders bemerkenswert finde ich, dass die Doublebass von Drummer Mauricio ständig durchrattert, ähnlich wie wir es alle von der Death Metal Legende Morbid Angel kennen. Gesangstechnisch ist hier auch alles relativ schnell geklärt, denn wer Nephasth kennt,weiß auch wie der Gesang bei The Ordher klingt, denn beide Bands teilen sich ein und den selben Sänger. Also kein ultra tiefes gutturales Rumgekotze, sondern eher kraftvolle Morbid Angel mäßige Growls. "Weaponize" bietet dem Hörer die gesamte Hörbreite des brasilianischen Death Metal, von Hochgeschwindigkeitsnummern wie dem genialen Opener "Weaponize" oder "Shot", bis hin zu oldschoolig angehauchten Headbangernummern wie beispielsweise "Father". Das geilste an der ganzen Geschichte ist, das dass Repertoire an genialen Killerriffs, coolen Schlagzeugfills und Soli einlagen, wirklich während der gesamten Spielzeit nicht erschöpft wird. Man nehme einfach das beste von Rebaelliun, Nephasth und Krisiun, würzt etwas Morbid Angel mit altem Sepultura Thrash dazu und heraus kommt ein spitzen Album wie "Weaponize". Auch produktionstechnisch wurde hier nichts falsch angegangen, denn die Musik knallt verdammt wuchtig aus den Boxen. So wie es sich nun mal für diese Stilrichtung gehört. Besonders beim Drumsound wurde ganz vorbildlich gearbeitet, da dieser nicht zu künstlich wirkt, aber dennoch ohne Ende reinhaut. Auf dieser Scheibe wurde im Grunde alles richtig gemacht, die Musik ist energiegeladen und geht nach vorne, die Produktion knallt und sogar die 40 min. Spielzeit sind mehr als gut. Einzig vielleicht lässt das Coverartwork von meiner Seite aus etwas zu wünschen übrig, aber ansonsten stimmt hier alles. Was das Trio hier auf CD gezaubert hat, besitzt wirklich Potenzial und der Unique Leader Records Qualitätsstandard wird hier absolut locker gehalten. Einfach großartig! |
| Bewertung: 89 % | von Gore | Datum: 26.03.08 | Zeit: 23:25 | schließen |