Mortician "Hacked Up For Barbeque/Zombie Apocalypse"
 
Tracklist:
01. Bloodcraving
02. Embalmed Alive
03. Cremated
04. Three On A Meathook
05. Brutally Mutilated
06. Deranged Insanity
07. Cannibal Feast
08. Blown To Pieces
09. Fog Of Death
10. Brutal Disfigurement
11. Apocalyptic Devastation
12. Inquisition
13. Hacked Up For Barbecue
14. Abolition
15. Necrocannibal
16. Ripped In Half
17. Morbid Butchery
18. Decapitated
19. Drilling For Brains
20. Eaten Alive By Maggots
21. Witches' Coven
22. Worms
23. Annihilation
24. Mortician
25. Devoured Alive
26. Incinerated
27. Zombie Apocalypse
28. Slaughterhouse
29. Hell On Earth
30. Charred Corpses
31. Dissected
32. Blood Harvest

Release: 2004
Genre: Death/Grind
URL: www.morticianrecords.com
Label: www.relapse.com


Die 1989 gegründete Zwei-Mann-Kombo Mortician, bestehend aus Will Rahmer und Roger J. Beaujard kamen hier auf die glorreiche Idee, zwei ihrer früheren ausverkauften Releases nochmal auf einen Silberling pressen zu lassen. Hierbei handelt es sich um das 1996 erschienene "Hacked Up For Barbecue" und "Zombie Apocalypse" aus dem Jahre 1998. Wie es so oft der Fall ist, scheiden sich auch bei dieser Band die Geister. Für die einen langweilige, dumm grunzende Mucke vom Fließband, für die anderen die totale bassbetonte Offenbarung. Ich stehe irgendwo zwischen diesen Meinungen denn obwohl sich jedes Mortician Release gleich anhört und man das Gefühl hat, die beiden würden ihre Songs mit dem Zufallsgenerator erzeugen, hat der Sound doch etwas eigenes, man könnte fast von einem "Mortician Feeling" sprechen. Denn wenn man nachts über den Friedhof geht, erzeugt die Mucke der beiden New Yorker Totengräber eine wohlig düstere Atmosphäre. Der größte Störfaktor ist hier wie auch auf allen anderen Alben der totale Intro-Overflow. Viele Tracks würden nicht mal die Hälfte ihrer Laufzeit betragen, wenn man sich vorher nicht noch die, meist ziemlich öden, minutenlangen Filmschnipsel aus irgendwelchen mehr oder weniger guten Horrorflicks anhören müsste. Wenn man dieses Album um seine Intros erleichtert, fällt die Laufzeit von mehr als 72 Minuten auf gerade mal knapp 50 Minuten, das sind ganze 23 Minuten, die man nur damit zubringt, Filmausschnitten zu lauschen. Da könnte man auch eigentlich gleich n Horrorfilm gucken. Insgesamt gilt für Alle, die diese Band noch nicht gehört haben: einfach mal ein Album greifen (sucht euch aus welches) und rein hören, wenn das gefällt auch gleich alle anderen Alben blindlinks kaufen und sich schön von einem relativ guten Drumcomputer, extrem tief gestimmten Gitarren und einer Grunzstimme, welche immerhin fähig ist, ein paar Vokale zu artikulieren, zu schallen lassen. Alle anderen greifen lieber zu Bands, die es verstehen wenigstens etwas Abwechslung und technischere Finesse in ihre Musik einfließen lassen.
 
 
Bewertung: 59 % | von bodycounter | Datum: 16.04.07 | Zeit: 20:10 schließen