Masturbation "Putrefied Vaginal Infibulation"
 
Tracklist:
01. Intro
02. Gutted And Incinerated In The Insanity Of Your Thoughts
03. Head-Hunter God
04. Gangrenous Genital Extirpation
05. Suicide At The Train Station
06. Anal Chronic Epatorrea
07. Vaginal Infibulations
08. Devastation Of The Human Race
09. Suicide At The Train Station-Vaginal Infibulation (Demo
Bonus Tracks)

Release: 2006
Genre: Brutal Death Metal
URL: keine Seite bekannt
Label: www.brutalizedrecords.com


Ah ... kolumbianischer Brutal Death. Was wird den Hörer erwarten? Ultra brutales, gutturales Geknüppel jenseits von Blut und Möse natürlich. So auch von der Band mit dem einfallslosen Namen "Masturbation", die mit "Putrified Vaginal Infibulation" (erinnert irgendwie an "Mutilated"), ihr 27-minütiges Debüt abgeben. Aber nun zur Sezierung des Bratens: wir haben einerseits die Drums mit dem hohlen Snaresound, den "LDoH" auch schon auf ihrem letzten Album verwendeten, in ähnlicher Geschwindigkeit. Die Vocals sind sehr guttural knurrend wie ein dressierter Kampfhund der kleine Kinder gerochen hat. Zusätzlich kommen auch ab und an Backing Vocals dazu, die aber fast gleich klingen. Die beiden Bandmember geben sich also redlich Mühe alles zu zerstören, was sich (noch) zwischen den Ohren des Brutalo- Musik-Fans befinden sollte. Die Gitarre wird schön schnell gespielt, zerstörerische Riffs inklusive. Da stört auch die Tatsache, dass keine Bassgitarre vorhanden ist, nicht sonderlich. Einflüsse sind definitiv bei kolumbianischen Kollegen wie Suppuration und Internal Suffering zu suchen, Fans dieser Bands können also bedenkenlos zugreifen. Als Manko kann man die Spielzeit bezeichnen, die ohne Intro und die Demotracks gerade mal bei knapp 18 Minuten liegt. Die Bonustracks an sich sind nur bedingt hörenswert, da außer einer roheren Produktion kein Unterschied zu den Studiotracks festzustellen ist. Die Soundqualität ist vollkommen ausreichend, "Brutalized Records" haben weder Kosten noch Mühen gescheut um diesem hörenswerten Newcomer eine adäquate Produktion zu spendieren, bravo. Die Abwechslung wird eher klein geschrieben und die einzelnen Songs unterscheiden sich nicht essentiell voneinander; jedoch großartig stören tut dies aber nicht. Das Cover gefällt durch seine blassen Farben und die Stacheldraht Montage, auch das Logo der Band sieht verdammt schick aus. Lyrisch konnte man sich nicht zwischen altbackenen Gore Titeln wie "Suicide At The Train Station" und pseudo-medizinischen Namen wie "Vaginal Infibulations" entscheiden. Aber machen wir uns nichts vor: letztendlich versteht man eh kein Wort und solange sie nicht über Sonnenuntergänge und bunte Blumen singen kann es mir ziemlich egal sein. Bleibt nur zu sagen, dass man dieser noch ziemlich jungen (2005 gegründeten) Band viel Erfolg für die Zukunft wünschen kann. Denn bis auf die Laufzeit und die etwas geringere Abwechslung kann ich hier nicht wirklich viel aussetzten.
 
 
Bewertung: 83 % | von bodycounter | Datum: 14.06.07 | Zeit: 22:10 schließen