Gomorrha "Body(p)art"
 
Tracklist:
01. Conjuratio
02. The Sirens (Isle Of Death)
03. I Wore Her Head As Cap
04. The Knife In The Wife
05. Take A Taste...Of Human Waste
06. Skingod
07. Hatch. Match And Dispatch
08. Unchallenged Hate (Napalm Death Cover)
09. Love. Heart. Bodyart Part I
10. Love. Heart. Bodyart Part II
11. Love. Heart. Bodyart Part III
12. Videoclip: Conjuratio/The Sirens

Release: 2007
Genre: Brutal Death Metal
URL: www.gomorrha666.de.vu
Label: www.ntey.wz.cz


Die ostdeutsche Death Metal Truppe Gomorrha sollte nicht all zu vielen Leuten im Death Metal Sektor bekannt sein, denn es handelt sich bei dieser Truppe mehr oder weniger noch um eine Art Geheimtipp. Mir ist die Band aber schon seit ihrer Vorgängerscheibe "Sexual Perversity By Autopsy" ein Begriff. Das Album stellte damals zwar soliden brutalen Cannibal Corpse angehauchten Death Metal dar, war aber dennoch ziemlicher Einheitsbrei und schnell wieder aus meinem CD Spieler verbannt. Wirklich schlecht war das Ganze damals nicht, nur irgendwie auch nicht wirklich etwas, was man unbedingt kennen sollte. Ihr neuestes Album nennt sich "Body(p)art" (Man beachte das (p)) und dieses Album schafft es direkt richtig aufzufallen und sich aus der Masse anderer Death Metal Alben hervorzuheben. Das liegt aber keineswegs an der Musik, sondern an dem wirklich schlechtesten und billigsten Cover Artwork, was ich seit wirklich sehr, sehr, sehr, sehr langer Zeit zu sehen bekommen habe. Das Artwork von ihrer "Sexuell Perversity Dings da was auch immer" Scheibe war schon richtig kacke, aber das hier ist einfach nur grottenschlecht. Jeder Malwettbewerb im Kindergarten bringt bessere Bilder zum Vorschein. Nun ignorieren wir mal die Tatsache, dass hier das Design und Artwork gründlich verhunzt wurde und konzentrieren uns auf das Wesentliche und zwar die Musik. Auch wenn mir der Kollege ScYthe nachdem er das folgende gleich gelesen hat, wohl am liebsten den Hals umdrehen würde, kann ich nur sagen, dass musikalisch das Ganze auch nicht viel besser ausschaut. Schon nach den ersten paar Sekunden wird einem schnell bewusst, dass die Band sich nicht wirklich weiterentwickelt hat. Der Gitarrensound kommt total drucklos rüber und steht total im Gegenpol zu dem stark im Vordergrund stehendem Triggerdrumsound. Ich würde schon sagen, dass der Drummer einen recht guten Job macht, nur das ganze wirkt dann doch viel zu mechanisch und unausgewogen. Konnte ich bei der Vorgängerscheibe noch den ein oder anderen guten Song finden und sogar Vergleiche zu einigen geilen Holland Death Metal Truppen wie Brutus oder Severe Torture ziehen, kann ich das Ganze hier total vergessen. Der damalige coole tiefe Gutturale Gesang von Timo Just, welcher mich immer total an Dave Rotten von Avulsed erinnerte, ist nur noch stellenweise vorhanden. Nun hat man aber versucht ein bisschen "Sicker" zu klingen und versaut das Ganze gründlich. Immer wieder versucht man sich an irgendwelchen Schnorchel -oder Schweinelaute zu orientieren. Besonders diese Pig-artigen Vocals nerven wie Sau und rauben mir jeden Spaß an dieser Scheibe. Der Sänger sollte lieber bei dem bleiben, was er auch richtig gut kann, nämlich tiefe gutturale Growls und keine schlechten Möchtegern Schweinegesänge (liebe Band, wenn ihr das hier lesen solltet, besorgt euch doch mal bitte eine Bound & Gagged CD, die machen das richtig mit dem Schweinevocals kram.). Ansonsten gibt es hier typisches Dauergeballer und ab und an mal ein paar an Cannibal Corpse erinnernde Midtempo Parts, jedoch ohne die für Corpse typische technische Raffinesse. Bei einigen schnellen Blastbeat Passagen fühle ich mich oft an die Holländischen Death Metal Schlächter von Brutus erinnert, jedoch wissen Brutus wenigstens, wie man ordentlich prügelt und dennoch geile Songs schreibt. Gomorrha schaffen es definitiv nicht mit Brutus in einer Liga zu spielen, dafür ist das Ganze hier viel zu schwach, austauschbar und langweilig. Ich habe tatsächlich keinen einzigen Song finden können, der mich wirklich überzeugen konnte. Stattdessen habe ich verdammt viel langweiliges, innovationsloses 08/15 Death Metal Geballer gefunden. Druckloser Gitarrensound, langweiliges Riffing und verdammt nerviges Schweinegequieke, welches endgültig dafür gesorgt hat, dass ich diese Scheibe niemals mehr im Leben anrühren werde. Einzig allein der Drummer macht seinen Job richtig und klingt auch vom Sound her weitaus besser als der Rest der Truppe. Der vielleicht noch beste Song des Albums, ist dann nicht mal wirklich von der Band geschrieben, sondern lediglich ein Coverversion von Napalm Death's "Unchallenged Hate". Als Extra hat man ein unspektakuläres Video von dem Song "The Sirens (Isle Of Death)" auf die CD gepackt. In dem Video bekommt man die Band Live auf der Bühne und Backstage zu Gesicht .Ziemlich langweilig, aber immer noch besser als diese "Band spielt im Proberaum" Videos. Die ganze Tortur dauert zum Glück nicht viel Länger als 37 Minuten und ich bin froh, dass die Spielzeit nicht allzu lang ist. Also für mich der totale Käse und sogar noch schlechter, als die schon langweilige Vorgängerscheibe. Vielleicht können irgendwelche Menschen dieser CD etwas abgewinnen, ich jedoch definitiv nicht. Wer von euch auf Bands wie Bloodboil steht oder jeden Scheiß kauft der knüppelt, der könnte sich diese CD mal anhören, allen Anderen kann ich nur raten sich den Kauf dieser CD zu ersparen und das Geld lieber für guten Brutalo Death Metal aufzuheben.
 
 
Bewertung: 38 % | von Gore | Datum: Datum: 05.10.07 | Zeit: 20:35 schließen