Dyscrasia "Septical Stomach-Pumped Remnants"
 
Tracklist:
01. Intro / Grinded Into Fetal Sludge
02. Semen Soaked C-section
03. Atrocious Appetite For Cauterized Cooter
04. Penetration Decimation (Anal Decapitation)
05. Septical Stomach-Pumped Remnants
06. Hundreds Of Gaping Wounds
07. Massive Morgue Molestations

Release: 2003
Genre: Brutal Death Metal
URL: keine Seite bekannt
Label: www.unitedguttural.com


Da sitze ich nun also vor meinem PC, um mein allererstes Review zu schreiben. Ja, nicht nur fürs Guttural Zine, nein, soweit ich glaube mein absolut erstes offizielles Review. Zu diesem Anlass dachte ich mir, rezensiere ich doch mal eine meiner absoluten Lieblingsscheiben: Dyscrasia's Full Length "Septical Stomach-Pumped Remnants". Nach einer Demo, einer Split mit Dislimb auf Comatose Music und einer EP (später re-released auf einer Split mit Putrid Pile) erschien das benannte Debut Full Length von Dyscrasia. Diese Perle aus dem Jahre 2003 erschien unter dem Label United Guttural Records, zu dem Zeitpunkt als Re-Release (leider kenne ich die erste Version der CD nicht). Aber, um gleich dazu zu kommen: Was die Produktion angeht, hat diese CD keinerlei Mankos. Die Produktion ist der Musik wie auf den Leib geschneidert: fett, heavy und brutal. Nach einem Intro mit 01:44 Min. Länge beginnt ein Riff, was ich seit dem ersten Hören nicht mehr vergesse. Dieses erste Riff von "Grinded Into Fetal Sludge" ist ein absoluter Killer. Es grooved, ist brutal und einfach nur geil. Das Drumming steigt in den Song ein und Neil Ruppert lässt kurz seine Frognoise hören. Wow, solch brutale Frognoise hört man nicht immer...und wie auch im Booklet versichert, sind sie ohne jegliche Hilfsmittel. Neil hat wirklich eine herausragende Stimme. Man fragt sich wahrhaftig, wo er diese Gutturals herzaubert. Das Drumming unterstützt das groovig-slammende Anfangs-Riff genial und ich kann nur sagen, dass John Gilbert über das gesamte Album eine Glanzleistung zu Tage bringt. Seine Double-Bass Salven sind perfekt eingesetzt, seine Blast-Beats heftig und verdammt schnell und diese geilen Fills auf den Becken (wie z.B. am Anfang von "Semen Soaked C-Section") und im Allgemeinen sind immer wieder erfrischend. Und dann, nach 25 Sekunden Groove kommt ein Break. Dann geht es los - auf einmal hat man das Gefühl, dass die Hölle los bricht. Ein schnelles Riff beginnt, die Drums und Vocals setzen ein und nach kurzem "Einklang" beginnt ein Blast-Beat Inferno, das sich gewaschen hat. Doch dies ist zu keinem Zeitpunkt monoton. Es wird immer wieder durch gekonnt eingesetzte Groove- oder Slam-Riffs unterbrochen. Gut inszenierte Drum-Fills, sowie geile Vocal-Patterns geben dem Ganzen zusätzlichen Glanz. Solche Killer-Riffs, die man nicht vergisst, findet man auf dieser CD öfter. Alleine das Anfangsriff von "Atrocious Appetite For Cauterized Cooter" grooved dermaßen alles in Grund und Boden, dass selbst Planierraupen vor Neid erblassen würden. Bis auf den ersten und den letzten Song benutzen Dyscrasia keinerlei Intros für ihre Songs und diese 2 sind, meiner Meinung nach super gewählt und passen ins Gesamtbild. Ihr denkt jetzt vielleicht, ich lobe diese CD hier in den höchsten Tönen, weil ich hier total subjektiv zu Werke gehe...aber keineswegs. Ich stehe zu diesen Aussagen zu 100%, auch objektiv gesehen. Diese von mir beschriebene Mischung aus schnellen Passagen, Blast Beats sowie langsameren, groovigen Passagen bis hin zu slammigen Parts zieht sich durch die gesamte Laufzeit von 27:33 Min des Albums von Dyscrasia. Man hat einfach das Gefühl, hier sind absolute Könner am Werk. Diese Jungs wissen was sie tun. Sie haben die richtige Mischung gefunden. Es macht tierisch Spaß diesem Album zuzuhören. Dazu kommt, dass Dyscrasia das Ganze in einer tightness zocken, dass einem die Ohren flattern. Insgesamt kann es passieren, dass einem schon mal die Kinnlade runter klappt! Diese CD ist insgesamt ein kleines brutales Meisterwerk. Neuste News dürften Dyscrasia-Anhänger wie mir zudem schon mal den Mund sabberig werden lassen: Dyscrasia haben sich wieder zusammengefunden und proben wieder. Live-Gigs sowie dann wohl auch ein neues Album sind geplant...wenn das nicht mal eine der besten News in 2008 ist. Bleibt abzuwarten, wie Dyscrasia an "Septical Stomach-Pumped Remnants" anknüpfen, aber eins steht fest: Diese Band kann nicht enttäuschen! Schlussendlich bleibt nur noch zu hoffen, dass ihr dieses Album bereits besitzt. Wie, dass tut ihr nicht? Und ihr wollt auf geilen, amerikanischen Brutal Death stehen? Da läuft aber was schief...Diese CD ist ein absoluter Pflichtkauf für jeden Brutal Death Anhänger neuerer Schule! "Septical Stomach-Pumped Remnants" ist echt ein verdammt geniales Album!
 
 
Bewertung: 100 % | von Suffocated Brain | Datum: 17.10.08 | Zeit: 21:05 schließen