| Divine Pustulence "Human Monsters" |
| Tracklist: 01. Murderous Unholy Rampage 02. Land Of The Dead 03. Citizen X (Erotophonophilia) 04. The Other Side Of The Wood Chipper 05. Die Cunt, Die!!! 06. Castrated And Sodomized 07. Skeletons In The River 08. Zombie Flesh Fuck Release: 2007 Genre: Brutal Death/Grind URL: www.myspace.com/divinepustulence Label: www.reverbgrind.cjb.net |
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| Ich glaube jeder hat entweder im Fernsehen oder in einer Zeitschrift Bilder von Eingeborenen gesehen. Ihr wisst schon was ich meine, Schwarze oder Asiaten die in ihren Dörfern nachts ums Feuer tanzen und irgendwelche Stammesgesänge in tierähnlichen Lauten von sich geben (hört sich jetzt ziemlich klischeehaft an, aber so ist es doch nun mal meistens). Und jetzt stellt euch vor, das denselben Eingeborenen Ecstasy verabreicht wird, ihnen Leichenteile gegeben werden mit denen sie sich selbst und alles im Umkreis von hundert Metern kaputt schlagen, während sie ihre Laute mit einer Voicebox vor dem Mund artikulieren, der ihre Stimmen wie ein sterbendes Schwein klingen lässt. Das ganze jetzt nochmal mit acht multiplizieren und man erhält DAS Eingeborenen Massaker überhaupt. Allerdings kommen die drei Eingeborenen, die sich zusammen Divine Pustulence nennen, nicht aus Afrika oder Indochina, sondern aus Oklahoma, USA. Nichtsdestotrotz wissen sie, wie man brachiale, chaotische und zerstörerische Gewaltorgien in Form von Musik kreiert. Was mir beim hören als erstes auffiel war das Drumming. Es ist nicht unbedingt viel schneller als woanders und schon gar nicht "Chad-Walls-Schnell", aber dadurch, dass der Takt und die Geschwindigkeit in scheinbar total willkürlichen Abständen ständig wechseln, erscheint das ganze einfach wild und brutal. Die tiefen Gitarren leisten hier in erster Linie Hintergrundarbeit, primär werden hier simple Lines gespielt, welche einfach nur die Schnelligkeit unterstreichen. Die Vocals hingegen sind wie die Drums der elementare Bestandteil des archaischen Klangbildes, ausgeführt von Mike "Necrolagnia" Stinski und Chris "Putrid" Poplin (ja hier haben alle so tolle Spitznamen). Ich persönlich bin ein großer Freund von Dual-Vox solange sie aufeinander abgestimmt sind und balanciert verwendet werden. Und genau das ist hier der Fall: wir hätten erstens das gutturale raue Gegrunze wie es im Genre üblich ist und zweitens noch eine keifende Voice, die zwar nicht allzu screamig klingt, aber seinen kehligen Partner geschickt kontrastiert. Aber nun von der Musik zur Gestaltung: wer sich schon gefragt hat, wer dieser hässliche Typ auf dem Cover ist, es ist der Serienkiller Gary Ridway, auch bekannt als der Green River Killer. Wo wir auch schon beim lyrischen Metier der drei Müllshredder wären. Jedes Lied ist einem anderen Maniac gewidmet, was ich persönlich gar nicht schlecht finde. Bei Gorerotted hat das schließlich auch funktioniert. Zu der Produktion lässt sich auf jeden Fall sagen, das im Gegensatz zu der Demo erhebliche Fortschritte gemacht wurden, denn der Sound ist sauber und kräftig. Jedem, dem seine Musik nie zu brutal, zu wirr und zu unstrukturiert sein kann, sollte sich diese Scheibe zulegen und 24 Minuten in das Werk halbeingeborener Brutal Death Metal-Profiler abgleiten. Zum Schluss noch eine kleine Zusatzinfo: Es existiert ein Video zu dem Song "Blowtorch Lobotomy", das man sich auf der bekanntesten Videoupload Plattform ansehen kann. |
| Bewertung: 90 % | von bodycounter | Datum: 02.05.07 | Zeit: 17:05 | schließen |