| Disgorgement "Chamber Of Depravity" |
| Tracklist: 01. Intro 02. Artifacts Of Abomnination 03. Torments Of The Deceased 04. Inhuman 05. Ornaments Of Death 06. Where Your Gods Die 07. The Subconscious Extirpation 08. The Interior Derangement 09. Drowned In Agony 10. Outro Release: 2009 Genre: Death Metal URL: www.myspace.com/disgorgementde Label: keine Seite bekannt |
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| Es gibt wieder neuen Nachwuchs in Sachen Death Metal aus Deutschland. Diesmal habe ich es mit einer relativ jungen Band zu tun, die mitten aus dem Ruhrpott ihre tödliche Dosis Krach auf die Menschheit loslässt. Ihr Debütalbum nennt sich "Chamber Of Depravity" und überzeugt direkt durch ein geschmackvolles blutiges Coverartwork, welches den Albumtitel visuell herausragend umsetzt. Auch wenn der erste Eindruck bei einem Bandnamen wie Disgorgement und dem Schlächter Artwork schon stark in die Richtung pervers brutaler Ami Death Metal geht, wird man relativ schnell feststellen, dass man lieber erst mal reinhören sollte bevor man eine Band in irgend eine Schublade drängt. Nach einem ruhigen melancholisch angehauchten instrumentalen Akustikgitarren Intro schwingt die Band direkt die Death Metal Keule, wobei ein heftiges Doublebass-Gewitter mit knochenbrechenden Gitarrenriffs entfesselt wird. Hauptsächlich wird das hier vorhandene Material im Mid-Tempo Bereich gespielt, jedoch verzichtet die Band nicht gänzlich auf Blastbeats. Allgemein würde ich schon sagen, dass Disgorgement sich eher an den amerikanischen Oldschool Bands Anfang der 90er und der schwedischen Schule bedient haben, was sich an den teils wirklich melodisch angehauchten Gitarrenparts heraushören lässt. Lasst euch jetzt aber nicht zu sehr abschrecken, hier haben wir es mit keiner weiteren At The Gates Coverband zu tun, sondern mit einer ernstzunehmenden Death Metal Truppe die auch einige brachiale Elemente zu bieten hat. Besonders Drummer Dennis sorgt mit seinen ständigen Doublebass Attacken für mächtig Druck. Auch wenn einige melodische Gitarren Leads gespielt werden, wird uns von Seiten der Gitarrenfraktion auch mächtig brutales Death Metal Riffing präsentiert. Das Ganze funktioniert hier auch wunderbar, was meines Erachtens einfach an der wirklich guten Produktion liegt. Ich denke solch ein Songmaterial wie auf "Chamber Of Depravity" kann nur mit einem druckvollen, kräftigen Sound funktionieren und das können die Dortmunder hier allemal vorweisen. Beim Gesang gibt es sogar eine kleine Seltenheit, denn Disgorgement haben gleich zwei Sänger an Bord, wobei sich einer auf die tiefen Death Metal Growls konzentriert und der andere sich mehr hohen aggressiven Shouts widmet. Leider haben wir es hier mit einem großen Kritikpunkt zu tun. Während ich die tiefen Death Metal Vocals noch recht passend finde, nerven mich andererseits die Black Metal-artigen Schreie. Da sich beide Sänger im ständigen Wechselspiel befinden, sind die geschrienen Vocals leider keine Rarität. Ich denke die Band hat damit versucht ein wenig mehr Abwechslung einzubauen, was bei mir leider keinen positiven Effekt bewirkt hat. Disgorgement haben ein grundsolides Death Metal Werk kreiert, aber um wirklich herauszustechen reicht es dennoch nicht. Die Songs werden allesamt qualitativ präsentiert und technisch gesehen kann sich das alles auch sehen lassen. Was mir hier aber gefehlt hat war die Eigenständigkeit. Auch finde ich, dass man in Zukunft vielleicht ein wenig mehr das Gaspedal durchdrücken könnte und die Sache mit den Shouts überdenken sollte. Gut das ist natürlich wieder reine Geschmackssache, ich bin mir sicher das es auch genug Leute gibt die diese Gesangsart bevorzugen. Wer auf die melodischeren Sachen von Malevolent Creation, Kataklysm oder Vomitory steht, kann hier auf jeden Fall bedenkenlos zugreifen. Definitiv lässt sich bei Disgorgement ein hohes Potenzial erkennen und ich hoffe, dass sich die Jungs noch gut weiterentwickeln werden. |
| Bewertung: 65 % | von Gore | Datum: 07.09.09 | Zeit: 01:15 | schließen |