| Deicide "Till Death Do Us Part" |
| Tracklist: 01. The Beginning Of The End 02. Till Death Do Us Part 03. Hate Of All Hatreds 04. In The Eyes Of God 05. Worthless Misery 06. Severed Ties 07. Not As Long As We Both Shall Live 08. Angel Of Agony 09. Horror In The Halls Of Stone 10. The End Of The Beginning Release: 2008 Genre: Death Metal URL: www.deicide.com Label: www.earache.com |
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| Glen Benton und seine Satansbraten sind wieder zurück im Licht der Öffentlichkeit, um dem Christentum wohl endgültig den Gnadenstoß zu geben. Ob es der Truppe diesmal gelingen wird, alle Menschen auf die Seite des Gehörnten zu stellen ist mal wieder fraglich, denn noch gibt es glücklicherweise Teile in der Weltbevölkerung die nicht jeden Mist blind fressen und in der Lage sind die Dinge zu hinterfragen, egal aus welcher Richtung sie stammen. Nun da Deicide ihre Energie nicht für produktive Dinge in der Welt einsetzen können, hauen sie uns mal wieder ein neues Album um die Ohren, welches sich wie immer gegen Jesus und Konsorten richtet. Oh, was für eine Überraschung, also wenn eine Band sich über 20 Jahre mit ein und demselben Thema auseinandersetzt, muss ich doch schon von dieser Thematik besessen bzw. eine gewisse Liebe dafür besitzen. Also lieber Glen, du bist gar nicht so böse wie es scheint, sondern einfach ein heimlicher Christ der Angst hat seine große Leidenschaft zuzugeben. Aus diesem Grunde verschanzt du dich hinter einer Wand des Hasses und der Ablehnung, damit ja keiner auf die Idee kommt, dass alles nur Tarnung ist. Tja dann heißt es wohl bald nicht mehr "Glen Benton for president" sondern "Glen Benton for pope". So Spaß beiseite, soll die Truppe doch weiterhin ihrem Hobby nachgehen. Wie dem auch sei, auf ihrem aktuellen Album "Till Death Do Us Part" präsentieren sich Deicide ähnlich ausgereift wie auf ihrem Vorgänger "The Stench Of Redemption". Ich kann es nicht oft genug betonen, aber der Rauswurf der Hoffman Brüder hat der Band mehr als gut getan, denn dadurch gelang es den Göttermördern, sich mehr und mehr vom alten Rumpelsound zu entfernen. Durch den Eintritt von Ralph Santolla (Ex-Death, Obituary) und Jack Owen (Ex-Cannibal Corpse) hat das musikalische Niveau bedeutend große Schritte auf der Evolutionsleiter absolviert. Das Ganze lässt sich wunderbar auf der Vorgängerscheibe bewundern. Nun hier und jetzt wird der Pfad mit der Traumbesetzung fortgeschritten, nur wirkt es wesentlich Ideen -und liebloser. Ich finde sogar es kommt auf "Till Death Do Us Part" stellenweise so rüber, als hätte man versucht ein nötiges Pflichtprogramm abzuliefern, um den Vertrag einhalten zu können, ohne sich dabei aber wirklich Mühe beim Album zu geben. Wer sich noch erinnern kann, vor einer ähnlichen Situation stand die Band auch mit ihrer miesen "In Torment In Hell" Scheibe. Was natürlich wirklich Schade ist, denn ich hatte wirklich gehofft das Deicide auf einem guten Kurs sind, nachdem ihr Vorgänger so ein qualitativer Meilenstein war. Natürlich ist hier bedingt, durch die starke Besetzung kein zweites "In Torment In Hell" Desaster konzipiert worden. Auf dieser Scheibe werden auch alle typischen Deicide Elemente verwendet. Die Drums sind rasend schnell und wie immer einer der stärksten Aspekte des Albums. Glens Gesang ist auch wie gewohnt bestialisch und die Gitarrenfraktion zerlegt mit ihren brutalen Riffing wieder einiges, aber arbeitet gleichzeitig auf einem beachtlichen Niveau. Vielleicht haben wir es hier sogar mit der brutalsten Deicide Veröffentlichung zu tun, jedoch ändert es nichts an der Tatsache, dass die meisten Songs hier austauschbar wirken und im direkten Vergleich zum Vorgänger alt aussehen. Selbst der noch gute Gesang von Glen, hat früher bessere Tage erlebt. Es kommt stellenweise sogar so rüber als hätte sich die Band vom Sound her etwas zurückentwickelt. Stellt euch vor "The Stench Of Redemption" würde mit vielen Elementen aus der "Legion" Ära zusammengewürfelt. Das ganze jedoch mit der mangelnden Würze eines "In Torment In Hell". Also mir gefällt es nicht und der geniale Vorgänger wird weiterhin meine persönliche Deicide Offenbarung bleiben. Ein paar Anspieltipps habe ich aber trotzdem auf Lager. Hört euch mal die Songs "Worthless Misery", "Not As Long As We Both Shall Live" und "In The Eyes Of God" an und ihr habt die Höhepunkte des Albums zusammen. Den Rest könnt ihr euch getrost sparen. Dieses Album ist wirklich nur für die Die-Hard Deicide Front interessant und man sollte lieber zum wesentlich besseren Vorgänger oder aber zum altbewerten Deicide Zeugs greifen. |
| Bewertung: 62 % | von Gore | Datum: 20.12.08 | Zeit: 14:50 | schließen |