Defleshuary "Zombie Plague, Rampant Horror"
 
Tracklist:
01. Wax Sarcophagus
02. Gutted & Chopped In Two
03. Corpse You Up
04. Hooked & Sawed
05. Island of Zombies
06. Hunger Spirit
07. Zombie Plague, Rampant Horror
08. Self Inflicted Zombie Victim

Release: 2007
Genre: Brutal Death Metal
URL: www.myspace.com/defleshuary
Label: www.myspace.com/homicidewatch


Das erste was mir in den Sinn kam, nachdem Defleshuary begonnen hatten mich mit dem was sie wohl Musik nennen würden zu beglücken war "Ach Du heilige Kacke was ist denn das hier?". "Zombie Plague, Rampant Horror" nennt sich das Teil auf dem die Scheiße gepresst wurde und ist mit (zum Leidwesen aller) 8 Tracks übelstem Brutal Death bestückt, wie man ihn so in letzter Zeit nicht mehr gehört hat. Zum Glück kann ich da nur sagen. Defleshuary merkt man alleine schon daran das sie altes Material nehmen, welches wahrscheinlich auf der 2006 erschienenen EP noch ne Nummer schlechter und billiger dahin gerotzt geklungen hat, und dieses mit grade einmal 2 neuen Tracks auf dem gleichen schwachen Level verfeinern an, dass die Ideen gleich Null gewesen sein müssen. Generell kann man eigentlich kaum von Ideen sprechen, die aus den eigenen Hirnen der Bandmember entsprungen sind, denn dafür versucht man einfach zu deutlich und zu dreist, auf der aktuellen Welle der Slam Death Metal Bands wie Devourment, Degrade oder Aversion To Life mitzuschwimmen, ohne dabei auch nur ein mal in irgendeiner Weise eigene Akzente setzen zu können. Alles was man zu hören bekommt, hat man woanders schon mal zu hören bekommen, und das auf einem deutlich besserem Niveau. Seien es jetzt die gutturalen Vocals, die überwiegend tief gehalten werden und ähnlich wie bei Condemned oder Cephalotripsy schnell anfangen zu nerven, oder der nicht wirklich optimal eingestellte und deshalb etwas drucklose Drumsound, der anfangs vielleicht noch was her macht, doch schon sehr schnell ebenso aufn Sack geht, bei allem lässt sich irgendwo etwas finden, was man als negativ ansehen muss. Lediglich die Gitarren und der Bass können einigermaßen überzeugen, ragen aber nie über Genre üblichen Durchschnitt hinaus. Auch die Intros die hier teilweise verwendet werden sind größtenteils schon sowas von ausgelutscht aus diversen Horrorfilmen entnommen worden, das es langsam weh tut. Doch ganz so negativ will ich die Sache jetzt doch nicht machen, denn ein paar der eingespielten Riffs doch recht nett rüber kommen. Leider sind diese Parts in den Tracks viel zu kurz geraten, so das die langweiligeren Standard Riffs der Marke "dam dam dam dam, dam dam dam dam" deutlich den dominierenderen Anteil an dieser EP aus machen, die von der Laufzeit her schon so manches Album fast eingeholt hat. Der Hauptkritikpunkt liegt eigentlich zum größten Teil echt bei dem total miesen Drumsound, der diese EP richtig schön in den Keller runter zieht. Ich will hier jetzt nicht weiter ins Detail gehen; sagen wir einfach wer sich diese EP aus freiwilligen Stücken antut wird es schon selber schnell für sich erschließen können was genau ich meine wenn ich von einem derart miesem Drumsound rede. Die Krönung setzt man dann noch in Form eines extrem hässlichen und einfallslosen Cover Artworks oben drauf, welches einfach nur einen sauhässlichen Zombie zeigt der wohl grade auf dem aktuellen Modeltrend "dünner ist besser" zu sein scheint und dementsprechend aussieht. Den Schriftzug der EP kann man aufgrund eines recht unpassenden Effekts der sich über das komplette Cover erstreckt kaum noch deutlich erkennen. Alles in allem braucht man diese EP nur wenn man wirklich alles aus dem Genre im Regal versammelt haben will. Wer jedoch mit Bedacht sein Zeug einkauft, der wird Defleshuary keine wirkliche Beachtung zukommen lassen. Die Band hat mittlerweile trotzdem schon mal angedroht, dass ein erstes Full Length Album unterwegs ist. Bleibt zu hoffen, dass die Band bis dahin dazugelernt hat.
 
 
Bewertung: 41 % | von ScYthe | Datum: 17.07.07 | Zeit: 19:40 schließen