Banishment "Cleansing The Infirm"
 
Tracklist:
01. Maelstrom Of Restless Indignation
02. Adverse Offering From The Supreme
03. Translucent Birth Of Iniquity
04. Obscure Benevolence
05. Shroud Of Infamy
06. An Inimical Figure
07. Detriment
08. Cleansing The Infirm
09. Scourge Under Empyreal Treachery

Release: 2008
Genre: Brutal Death Metal
URL: www.myspace.com/banishmentdeathmetal
Label: www.laceratedenemy.com


Da ist es also, das Debutalbum der amerikanischen Brutal Death-Kombo Banishment. Nach der 2006er Demo ist nun in diesem Sommer das erste Full Lenght der Band über Lacerated Enemy Records erschienen. Mit "Cleansing The Infirm" kriegt man eine knappe halbe Stunde feinsten Cali-Death Metal auf die Ohren ohne den für viele Bands aus der Region heutzutage typischen progressiven Touch. Banishment bieten einen guten Mix aus old-schooligem und new-schooligem Death Metal. Die Riffs sind meist technisch, aber immer einprägsam, was ich persönlich immer für wichtig halte, denn was nützen die obertechnischsten Riffs, wenn von dem Song im Endeffekt nichts hängen bleibt? Hierbei fällt auch positiv auf, dass Banishment nicht konstant nur Blastattacken abliefern, sondern sich auch in Mid-Tempo Gefilde wagen und das tun sie meiner Meinung nach sehr gut! Die schon fast doomigen Passagen sind für mich die Highlights der CD, weil die Band es wirklich versteht mit den richtigen Harmonien und Melodien eine düstere Atmosphäre zu schaffen. Die Vocals tragen ihr übriges dazu bei. Imer klingt vielleicht nicht so guttural wie die Frontmänner anderer kalifornischen Death Metal Bands, aber seine Growls sind dennoch tief und passen wirklich verdammt gut zur Musik. Nun, so gut die Musik auch sei, leider gibt es auch ein Manko an dem Debut der vier Jungs aus dem Golden State und zwar ist dies die Produktion. Der Drumsound ist relativ rau ausgefallen, was ich an und für sich begrüße, aber leider hören sich einige Blasts hierdurch ziemlich unsauber an und ich bin mir aufgrund der Produktion selbst nicht sicher, ob es wirklich an ihr liegt oder ob es einfach nur an mangelndem Können des Drummers liegt. Der Sound der Gitarren ist ebenfalls nicht optimal. Er klingt ziemlich dünn, die Verzerrung im Allgemeinen fällt nich besonders stark aus und auch mangelt es defintiv an Bass im Sound. Apropos Bass, einige werden wahrscheinlich bemerkt haben, dass auf dem MySpace Profil der Band groß angekündigt wurde, dass "Big" Dave Gonzales einen 9-saitigen Bass von Bee Basses in naher Zukunft spielen wird und auch sonst schon einen 7-Saiter benutzt und mein erster Gedanke war, als ich dies las "Fuck, der Typ muss es ja echt drauf haben, wenn er solch monstermäßige Basse spielt. Hoffentlich gibt er mal ein Solo oder irgendwas änhliches auf der Banishment Platte zum Besten!" Und was ist? Nix! Keine Solos, keine besonderen Basslines, die jetzt signifikant von den Gitarrenläufen abweichen, gar nix! Ich glaube, ich habe den Bass auf der ganzen CD nur zweimal richtig raushören können und das ist defintiv zu wenig für so ein riesen "Tam Tam" um Big Dave. Ich kann den Jungs von Banishment nur raten, ihm auf der zweiten Scheibe die Chance zu geben, sein Talent unter Beweis zu stellen. Dazu noch eine fettere Produktion und dann kann meiner Meinung nach nichts mehr schief gehen, denn auch wenn "Cleansing The Infirm" nicht so wuchtig aus den Boxen kommt wie es hätte kommen können, lässt sich über die Musik an sich nicht meckern!
 
 
Bewertung: 82 % | von Scaphism | Datum: 25.10.2008 | Uhrzeit: 00:45 schließen