Abominable Putridity "In The End Of Human Existence"
 
Tracklist:
01. Intracranial Parasite
02. Entrails Full Of Vermin
03. Blindfold Surgery
04. Skin Removal
05. Dissected From Within
06. Throat Fisting Abortion
07. Intestinal Putrefaction
08. Victims Stuffed With Nails
09. Sphacelated Nerves
10. In The End Of Human Existence

Release: 2008
Genre: Brutal Death Metal
URL: www.myspace.com/abominableputridity
Label: www.laceratedenemy.com


Die noch relativ junge Deutsche Undergroundband Provocation hat nun endlich genug Material für ein Album zusammen. Der Sound hier geht ganz klar in die Amerikanische Death Metal Richtung und lässt Einflüsse von Bands wie Suffocation, Disavowed oder Inveracity klar und deutlich erkennen. Natürlich ist so was nicht sonderlich innovativ, aber die Truppe versteht ihr Handwerk und verdeutlicht, dass altbewährtes durchaus brutal und unterhaltsam sein kann. Provocation legen besonders viel Wert auf abwechslungsreiches Songwritting. Es wird hier viel geblastet, aber trotz alledem werden ständig groovige Suffocation-artige Parts eingebaut. Gerade im Midtempo- und Groove-Bereich zeigt sich die Band von ihrer besten Seite. Nur hoffe ich das mein Lob die Band nicht dazu verleitet, bald zu einer weiteren Slam Death Metal Truppe zu mutieren. Bei den Blastbeats hingegen lassen sich ab und zu auch ein paar Schwächen heraushören. Die Drums klingen in solchen Momenten etwas aus der Bahn geworfen. Hier fehlt es der Truppe meiner Meinung nach noch etwas an Übung in Sachen Taktgefühl. Aber ganz so tragisch ist das Ganze auch wieder nicht; nur es wäre definitiv ein Punkt der in Zukunft verbessert werden sollte. Ansonsten aber überwiegen hier die positiven Aspekte. Provocation haben auf ihrem Debüt wirklich viele geile Songs parat, die besonders durch den fetten Gitarrensound gut zur Geltung kommen. Auf den Hörer warten hier einige Killerriffs, die besonders Live für eine schöne aggressive Mosh-Stimmung sorgen sollten. Auch gesanglich kann sich die nette Stimme von Sänger Bastian durchaus hören lassen. Klingt irgendwie nach einer guten Mischung aus Robbe K. von Disavowed und Frank Mullen (Suffocation). Das passt natürlich perfekt zum Band-Stil und nervt zu keiner Sekunde. In einer Sache unterscheidet sich die Truppe aber von vielen anderen Brutalo Death Metal Bands und zwar sind das die Texte. Im Gegensatz zu den meisten Genrekollegen wird hier nicht über den üblichen Eingeweide-/Blut-/Gemetzel-Einheitsbrei geschwafelt, denn die Texte befassen sich mit sozialkritischen Themen. Zugegebenermaßen bin ich ein Freund solcher Lyrik und wenn die Band dann nicht einmal wie eine Napalm Death Cover Band klingt, umso mehr. Aber gänzlich will die Truppe dann wohl doch nicht auf die Gore & Splatter Schiene verzichten, was der letzte Song „Gorging On Mucus And Bile“ mehr als verdeutlicht. Zwar handelt es sich hier bei um eine Coverversion der leider viel zu früh aufgelösten Band Pyaemia, aber stilistisch unterscheidet sich der Coversong recht wenig vom restlichen Material. Was Provocation hier auf ihrem Debüt präsentieren, kann sich wirklich hören lassen, jedoch reicht es noch nicht, um gegen Bands wie Deeds Of Flesh, Disavowed, Inveracity oder Pyaemia zu bestehen. Jedoch sollten sich Freunde dieser Bands unbedingt mal ein paar Songs anhören, denn diese Scheibe hat viele gute Momente und lässt auf eine gute Zukunft hoffen. Lasst euch aber nicht vom kindlichen Coverartwork und der relativ geringen Spielzeit von nur knapp über 30 Minuten abschrecken. Für zwischendurch lohnt sich „Towards Total Annihilation“ allemal.
 
 
Bewertung: 59 % | von ScYthe | Datum: 07.03.08 | Zeit: 03:00 schließen